Lienz in Osttirol nahe des Nationalpark Hohe Tauern

Der Original-Artikel ist erschienen auf http://www.besttripp.de unter dem Titel:
Lienz in Osttirol ist ein Geheimtipp

Tirol ist weltbekannt. Kluge Werbestrategen haben das markige Image des Alpenvölkchens erkannt, das bis heute seine Wurzeln beiderseits der österreichischen und italienischen Grenze hat. Weltbekannt sind Orte wie Bozen oder Meran in Südtirol mit submediterraner Kulturlandschaft und alpiner Bergwelt. Weltbekannt auch Innsbruck im nördlichen Tirol und Hauptstadt des Bundeslandes Tirol in Österreich.

besttripp.de: die Zupalseehütte

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Weniger bekannt, ja ein Geheimtipp, ist Lienz, das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum Osttirols. Tirol ist und war immer schon seit der großen Zeit Roms ein Schmelztiegel der Völker des Alpenraums, vielleicht noch mehr wie die Schweiz.

Lienz in Tirol mit den meisten Sonnenstunden in Österreich

Die Stadt mit 12.000 Einwohnern und einer revitalisierten Altstadt, durch die der Gebirgsfluss Isel – je nach Saison und Wetterlage mal laut oder mal leise – fließt, liegt auf 673 Höhenmeter. Das Klima ist damit nicht ganz so mild wie im Süden Tirols, doch der mediterrane Einfluss ist deutlich spürbar. Zudem weist die Statistik für die kleine Osttiroler Metropole die meisten Sonnenstunden in Österreich aus.

Viele Gäste und Urlauber reisen über Zell am See im Salzburger Land an. Zu erreichen ist das Alpenstädtchen vom hier aus über die Felbertauernstraße, deren höchster Punkt mit 1630 m Seehöhe deutlich niedriger liegt als bei der ‚großen Schwester‘, der Großglocknerstraße, die in vielen Kehren bis auf über 2500 m Seehöhe führt. Die Überquerung auf der Felbertauernstraße also schont die Bremsen. Hier sind die Anfahrt von Mittersill (790 m) sowie die Abfahrt nach Mattrei (980 m) bei einer maximalen Steigung von 9 % und ohne steilere Kehren gut zu bewältigen (Großglockner bis 18 %). Von hier aus erreicht man Lienz in knapp 28 Kilometern, vorbei an kleinen Siedlungen, die sich an steilen Berghängen oberhalb der Straße zeigen und einen ersten Eindruck der Tiroler Berg- und Kulturlandschaft geben.

Hinauf ins Zettersfeld auf 2000 Höhenmeter

Bei unserem ersten Besuch in Lienz starten wir gleich hinauf zum Zettersfeld, ein Skigebiet, das bereits in den 60er-Jahren erschlossen wurde. Diesen Tipp bekamen wir von unserer Vermieterin, ein echtes Lienzer Urgestein und ein ‚Kind der Berge‘. In jungen Jahren hat unsere Vermieterin fast alle 3000er in der Region bestiegen, von denen es über 180 Gipfel gibt. Allein auf dem Gipfel des Großglockners war sie 42 Mal, sommers wie winters. Direkt von unserer Ferienwohnung aus (Pension Dolomitenblick, Gaimberg) fahren wir nach Zettersfeld Zentrum. Eine Höhenstraße (7 Euro Maut), die aber als solche nicht ausgeschildert ist und uns bis auf 2000 Meter hinauf führt. Zur abendlichen Stunde bietet sich uns ein herrlicher Panoramablick über das Lienzer Tal hinüber bis zu den Lienzer Dolomiten, den wir während unseres gemütlichen Spazierganges entlang der Baumgrenze, vorbei an kleinen Berghütten (zu mieten) und zwischen den Almweiden hindurch genießen.

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„Zettersfeld Zentrum“ entpuppt sich als kleine Siedlung mit einigen Hotels, Gaststätten und Liftstationen. Die Auffahrt mit der Bahn aber ist zur abendlichen Stunde nicht mehr möglich, sie schließt um 16.45. So begegnen wir um 19.00 Uhr bei unserer kleinen Almrunde keinen Menschen – außer einem Almbauern -, während sich die Sonne langsam auf die Dolomiten herabsenkt. Idyllisch, inmitten der letzten Ausläufer des Bergwaldes, sehen wir immer wieder die kleinen Almhütten, im gebührenden Abstand zueinander angelegt. Zwei große Almgaststätten haben geschlossen, warten wohl auf die anbrechende Wintersaison auf dem Zettersfeld, die von Dezember bis in den April hinein andauert.

Mit dem Hüttentaxi zu Zupalseehütte und Karnischer Höhenweg

Unsere nächsten Ausflüge führten uns ins Virgental und mit dem Hüttentaxi hinauf zur Zupalseehütte. Von Killian aus gehts am nächsten Tag zum Karnischen Höhenweg und bei unserer Abreise machen wir Station im Tauerntal (Mattrei). Wir haben wunderbare Eindrücke aus dem Nationalpark Hohe Tauern in uns aufnehmen dürfen. Ein schöner Weg führt hinauf zum Grünsee und zur St. Pöltener Hütte. Das war ein krönender Abschluss unseres Kurzurlaubes. Eigentlich hätte jede der Touren einen eigenen kleinen Bericht verdient. Man spart sich mit den Hüttentaxis einen langen Aufstieg und bewegt sich so relativ entspannt in einer Höhenregion von 1.900 bis 2.500 Meter. Wir haben aber eine ganze Reihe Fotos eingestellt (siehe unten) und auch so kann man sich ein Bild von der Schönheit und dem Erlebnis der Touren machen. Viel Spaß dabei! Die Alpenwelt präsentiert sich hier anders, wie etwa im Salzburger Land, wenngleich die Nordseite des Nationalpark Hohe Tauern zum Salzburger Land zählt und ein Teil zum Bundesland Kärnten.

Demnächst wollen wir unsere Italienreise über Lienz starten. Von hier geht’s über den Plöckenpass nach Udine. Die Strecke ist von unserem Heimatort aus zwar 35 Kilometer kürzer, doch die Fahrzeit um 50 Minuten länger. Mit entsprechenden Fotopausen werden wir sicher zwei Stunden mehr Zeit für unsere Anreise benötigen. So aber wird schon die Fahrt zum Ziel. Mit dabei ist natürlich wieder unser Trigano Zeltanhänger. Ich bin schon heute gespannt, wie es uns damit bei der Überquerung von zwei großen Alpenpässen geht.

Lesen Sie demnächst:

Mit Trigano Zeltanhänger und Dacia Duster über zwei Alpenpässe nach Italien

Weitere Fotos von unseren Touren in Osttirol finden Sie hier:

Ein Ausflug auf das Zettersfeld. – Hier gehts zu den Fotos …
http://de.fotoalbum.eu/dalesa/a724338

Vom Virgental geht es hinauf zur Zupalhütte. – Hier gehts zu den Fotos
http://de.fotoalbum.eu/dalesa/a724341

Von Sillian hinauf zum Karnischen Höhenweg (1) – Hier gehts zu den Fotos
http://de.fotoalbum.eu/dalesa/a724343

Von Sillian hinauf zum Karnischen Höhenweg (2) – Hier gehts zu den Fotos
http://de.fotoalbum.eu/dalesa/a724344

 

Die Anreise nach Lienz in Osttirol

(nach Angaben von google-maps)

Anreise von München:
Über Kufstein, Kitzbühel und Felbertauern: 220 km bei knapp drei Stunden

Anreise von Salzburg:
Über die A10 nach Spital an der Drau: 220 km, 2 h 17 min.

Anreise von Lofer:
Über Zell am See und Felbertauern: 130 km, 1 h 46 min.

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